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Accessability & Usability
Accessability & Usability - Barrierefreie IT-Lösungen

Accessability, gesetzlich vorgeschrieben

Das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG) von 2006, das seit 1.1.2016 verpflichtend gilt, soll die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen beseitigen oder verhindern und so eine gleichberechtigte, selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen. Bei Informationssystemen ist die Barrierefreiheit dann gegeben, wenn etwa Webseiten für alle gleich gut zugänglich und bedienbar sind, etwa für Seh- oder Hörbehinderte mittels assistierender Technologien. Die WCAG 2.0 Richtlinien für barrierefreie Webinhalte zeigt, wie das Design barrierefreier Webseiten idealerweise zu gestalten ist. Ziel barrierefreier Seiten ist es aber auch, hohe Usability zu bieten und auch den Redakteuren ein einfach zu bedienendes System zur Verfügung zu stellen.

Barrierefreie IT

Von uns umgesetzte barrierefreie Systeme basieren vielfach auf der Open-Source-Software Liferay, die von unseren Kunden als Portal-Lösung eingesetzt wird. Mit Liferay können Informationen, Daten und Anwendungen unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche im Browser vereint und personalisiert dargestellt werden.
Wie bei herkömmlichen Systemen auch ist es uns bei barrierefreien Lösungen wichtig, in Workshops die genauen Anforderungen zu erarbeiten. Entsprechend der agilen Projektumsetzung werden Lösungskomponenten entwickelt, die nach Usability und Accessability-Tests Schritt für Schritt freigegeben bzw. in bestehende Systeme übernommen werden. Beim Testen barrierefreier Lösungen sind u.a. die Quellcode-Validierung und Online Prüftools, etwa zur Überprüfung von Farbkontrasten oder Simulationen nach Farbfehlsichtigkeiten, aber auch manuelle Prüfungen relevant. Damit wird sichergestellt, dass die Webseiten-Inhalte von Personen mit Behinderungen einwandfrei zu konsumieren sind.
Hinsichtlich der Technologie hat sich auch in diesem Softwarebereich die HTML5-Technologie als Standard durchgesetzt. Das hat den Vorteil, dass Seiten auch auf mobilen Endgeräten optimal nutzbar sind.

 Accessabiltiy & Usability

Für Benutzer mit Beeinträchtigung ist die Barrierefreiheit eine zentrale Anforderung. Maßgeblich dabei ist, dass sie in derselben Zeit die Inhalte der Website konsumieren können wie Personen ohne Behinderung. Wenn man beispielsweise einen längeren Artikel wie eine Studie online liest, erkennt man anhand von Überschriften und Formatierungen rasch und überblicksmäßig den Inhalt. Man scannt sozusagen den Text beim Lesen. Barrierefrei funktioniert dieser Prozess zum Beispiel für Sehbehinderte über eine Screenreader-Software, die den Bildschirminhalt als Sprache ausgibt, sowie einen Browser mit Tastaturunterstützung, um Websites ohne Maus nutzen zu können. Damit können Sehbehinderte die visuelle Struktur erkennen und auch zu Absätzen und Überschriften springen. Wenn aber Websites nicht richtig codiert sind und keine Strukturinformationen enthalten, müssen Sehbehinderte jede Seite von oben nach unten komplett durchlesen, um die gesuchten Informationen zu finden.

Usability, auch auf der Seite der Redakteure

Neben dem Design und der technischen Umsetzung spielt auch die Suchfunktion eine wesentliche Rolle. Für die Suche wiederum, aber auch für die Alternativtexte von Bildern, ist die Arbeit der Redakteure entscheidend. Sie gestalten über die Beschlagwortung, Kategorisierung und die Alternativtexte das Nutzungserlebnis der Website mit. Und auch bei der Arbeit der Redakteure macht sich hohe Usability rasch bezahlt.

 

 
Ihr Ansprechpartner
Andreas Wind
aw@dccs.at