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CIO Summit 2019 - Rückblick
DCCS am CIO Summit 2019 -
Neue Lokation, (leicht) geändertes Konzept, bekannte Gesichter

Nachdem der Confare CIO Summit in den letzten Jahren in den historischen Gebäuden der Orangerie des Schlosses Schönbrunn stattgefunden hat, wurde er dieses Mal in der Metastadt abgehalten - wir haben also einen epochalen Sprung in Richtung industrielle Revolution gemacht. Die alten Fabrikshallen haben ein angenehmes Ambiente, viel Fläche und einen guten Gegensatz zu den oft sehr technischen Themen geboten.

Mit der neuen Lokation kam auch ein leicht geändertes Konzept - statt Mittagsbuffet gab es Food-Trucks, wo man sich bei Bedarf mit Nahrung versorgen konnte. Beides gemeinsam hat der weiter gewachsenen Veranstaltung mehr (Frei)Raum – sowohl in räumlicher als auch zeitlicher Hinsicht – gegeben.

 

Was die Vortragsinhalte betrifft, habe ich eine Veränderung zu den letzten Jahren wahrgenommen.

Während in den Vorjahren das Thema "Digitalisierung" selbst einen Großteil des Fokus eingenommen hat, scheint Digitalisierung nun als ganz selbstverständlicher Bestandteil der täglichen Arbeit wahrgenommen zu werden und man beschäftigt sich bereits mit den Bausteinen darunter. Daher fand man Vorträge zu den Themen RPA, künstliche Intelligenz, Data Analytics und sehr viele Vorträge zum Thema Security.

Auch das Thema „moderne Software Architekturen“ war immer wieder Bestandteil von Vorträgen. Von vielen Firmen wurde inzwischen die Wichtigkeit von modernen Softwaresystemen und digitalen Prozessketten - insbesondere in marktdifferierenden Kernprozessen - erkannt, welche die Basis für die Digitalisierung sind. Monolithische Legacy Systeme können solche digitalen Prozessketten verhindern und damit ganze Digitalisierungsstrategien in Frage stellen.

Diese Entwicklung freut uns als Unternehmen mit einem großen Schwerpunkt auf die Entwicklung von individuellen Softwarelösungen natürlich besonders. Während Individualsoftware vor einigen Jahren oft als kostenintensives Übel gesehen wurde, wird diese inzwischen als ein Kernelement von digitalen Transformationsprojekten und als wichtiger Erfolgsfaktor, um sich durch Innovation vom Mitbewerb abzugrenzen, gesehen.

 

Die DCCS war diesmal sogar in zwei Vorträge involviert:

In unserem Vortrag zum Thema "Business Analytics - Den Hype erfolgreich umsetzen", zeigte Thomas Renner, wie man klassische Data Warehouse Architekturen mit modernen Business Analytics Themen "verheiratet" und einen Mehrwert für die Business Prozesse schafft.

Im Vortrag "We are sensing an Omniaudience Platform!“ von Sara Scheikl, Digital Marketing Manager ams AG, und Hans Beyer, Sales Manager DACH unseres Technologie-Partners Liferay,  zeigten die Vortragenden die erfolgreiche Transformation einer Webseite zu einem systemübergreifenden und personalisierten Ökosystem, die DCCS als Implementierungspartner der ams AG erfolgreich umgesetzt hat.

 

Sehr interessant waren auch die Erkenntnisse aus dem CIO Talk:

Die Schwerpunkte des CIOs haben sich verlagert. Operations ist nur mehr eines der Themengebiete eines CIOs, welches man natürlich beherrschen muss. Jedoch sitzen CIOs vermehrt mit Vorständen und Geschäftsführern an einem Tisch und gestalten neue Geschäftsmodelle mit und müssen daher auch die "Business Sprache" sprechen. Ähnliches gilt auch für die Mitarbeiter aus dem IT-Bereich - durch agile Methoden wie Scrum bzw. Co-Creation oder Design Thinking arbeitet man eng mit den Fachbereichen zusammen und muss sich daher auch auf Augenhöhe austauschen können. Die IT wird also nicht mehr nur als Kostentreiber und der CIO als Kostenoptimierer, sondern als Business Treiber, gesehen.

Abgerundet wurde das Vortragsprogramm auch durch den Keynote Speaker Markus Czerner mit seinem Vortrag "Alles Kopfsache", in dem er aufzeigte, welche Eigenschaften und Methoden von Spitzensportlern auch für die Wirtschaft gültig sind. Mit eindrucksvollen Beispielen aus dem Sport wurde klar gemacht, wie wichtig die mentale Einstellung für Erfolge und Misserfolge ist. Es gab interessante Tipps zum Thema. Mitgenommen habe ich die Sätze: "Man muss nicht wissen, wie man ein Ziel erreicht, sondern warum." sowie "Scheitern Sie jedesmal besser.".

Alles in allen habe ich wieder viele Eindrücke und Erkenntnisse aus den Vorträgen und Gesprächen mitgenommen. Das neue Konzept ist erfrischend, hat Raum gegeben und der gewachsenen Veranstaltung meiner Meinung nach gut getan.

 

Daher möchte ich Confare abschließend zu einer weiteren gelungenen Veranstaltung gratulieren.

Apr 2019
 
Gerhard Schuster
gs@dccs.at